Insel Hiddensee

Die kleine Insel Hiddensee ist westlich der Insel Rügen vorgelagert und ist gerade mal 16,8 km lang und an der schmalsten Stelle 250 m breit. Schaut man sich den Umriss der Insel genauer an, erinnert dieser etwas an ein Seepferdchen – das Wappentier Hiddensees auf der linken Seite des Inselwappens.

kleine Insel

Mit nur 1.100 Einwohnern ist die Insel für den Autoverkehr gesperrt, lediglich Pferdefuhrwerke sind erlaubt. Trotzdem ist Hiddensee alljährlich ein beliebtes Ziel von berühmten Künstlern und tausender Touristen.

Hiddensee

Die Geschichte der Insel

Die Besiedlungsgeschichte geht bis in die mittlere und jüngere Steinzeit zurück. Nachdem die Germanen den südlichen Ostseeraum verlassen hatten, wurden Rügen und Hiddensee im 6. Jh. durch die slawischstämmigen Ranen bevölkert.

Obgleich einzelne Besiedlungspunkte auf Hiddensee zu verzeichnen waren, erfolgte eine tatsächliche Besiedlung erst mit dem Bau des Hiddenseer Klosters im Jahre 1296 im Norden der Insel. Die damals von hohem und dichtem Dornengestrüpp geprägte Insel war ein Geschenk des Rügenfürsten Wizlaw II. an den ehemals in Neuenkamp bei Barth ansässigen Zisterzienserorden. Durch ihr äußeres bestimmt wurde die Insel in jener Zeit von den Schiffern als Dornbusch bezeichnet. Dieser Beiname ist immer noch bekannt für das Gebiet um den berühmten Leuchtturm, der jedem Hobby-Meteorologen oder Wetterfan zumindest aus dem Fernsehen ein Begriff sein sollte. Seit 1994 kann dieser über 102 Stufen bestiegen werden – und der kleine Kraftakt wird mit einer Aussicht belohnt, die ein wahres Erlebnis ist!

1535 wurde das Hiddenseer Kloster aufgelöst und der „Dornbusch“ unter herzoglicher Verwaltung gestellt. Auf Anordnung Wallensteins 1628 ließ man den Eichenmischwald auf der Insel während des 30-jährigen Krieges abbrennen, um so den Dänen die Möglichkeit der Holzgewinnung zu verwehren.

In der Zeit von 1648 bis 1815 befanden sich sowohl Vorpommern als auch Hiddensee unter schwedischem Regiment. Nach 1815 ging Hiddensee bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges an Preußen über.

1864 und 1872 erlitt Hiddensee zwei schwere Sturmfluten. Die erste überschwemmte den Mittelteil der Insel fast vollständig, sodass Hiddensee quasi in zwei Teile getrennt worden war und nur durch umfangreiche Baumaßnahmen wieder zusammengefügt werden konnte. Die zweite Sturmflut brachte den bekannten Hiddenseer Goldschmuck zu Tage, ein 16-teiliges Schmiedekunstwerk der Wikinger aus dem 10. Jh. Das Original befindet sich in Stralsund; eine Kopie liegt im Heimatmuseum Hiddensee aus.

Der südliche Teil der Insel wurde im 13. Jh. Illeant oder Gellen genannt, ein slawischer Ausdruck für Hirsch. In dem dort vorherrschenden Waldgebiet stand bereits vor der eigentlichen Besiedlung ab 1296 eine Kapelle zu Ehren des heiligen Nikolaus, der Schutzpatron der Schiffer und Fischer. Bewohnt wurde die Kapelle von Einsiedlern, die sich der Hilfe von Schiffsbrüchigen versprochen hatten, denn aufgrund von Enge und Untiefen waren hier Schiffsunfälle keine Seltenheit. Nachdem die Kapelle 1306 verlassen worden war, wurde von den Stralsundern an deren Stelle die „Luchte“ errichtet, ein von einem Mönch mit Holz und Teer betriebener Leuchtturm.

Die Bezeichnung „Gellen“ verwendete man auch im Zusammenhang mit dem dortigen Gewässer und ist auch heute noch aktuell für die Meerenge von Hiddensee bis zum Greifswalder Bodden. Ebenso wird auch die südliche Landzunge als Gellen benannt, die heutzutage unter Naturschutz steht und ein relevantes Vogelschutzgebiet umschließt, das zur Schutzzone I des Nationalparks Vorpommernsche Boddenlandschaft gehört.

Anreise

Um zu der Insel Hiddensee zu gelangen, nimmt man die Fähre von Rügen aus. Ablegemöglichkeiten bieten die Orte Wiek, Breege und Schaprode. Wer vor allem die Insel erkunden und nicht so viel Zeit auf dem Schiff verbringen möchte – obwohl auch dies sehr reizvoll ist – sollte Schaprode als Ausgangspunkt wählen, denn von dort hat man die kürzeste Distanz. Alle Orte verfügen über große Parkplätze, auf denen das Auto zurückgelassen werden muss.

Eine Alternative zur Fähre bietet das Wassertaxi. Dieses ist zwar schneller, dafür aber teurer und es gibt keine festen Fahrzeiten, d.h. man wartet einfach bis eines kommt und steigt dann hinzu. Dafür ist es aber definitiv ein Erlebnis! Denn dadurch, dass das Boddengewässer zwischen Rügen und Hiddensee so flach ist und man beinah den Eindruck hat, zu Fuß durchs Wasser waten zu können, bleibt den Schiffen nur eine kleine Fahrrinne, die fast den Anschein einer Autobahn vermittelt, den die Wassertaxen auch bemüht sind zu verstärken. Die Preise für das Wassertaxi belaufen sich um € 9,50 pro Person und Fahrt (Hunde € 5,00). Die Fähre kostet für Hin- und Rückfahrt zusammen € 16,00 pro Person. Fahrräder können entweder mitgenommen oder auf Hiddensee ausgeliehen werden.

Anlaufhäfen gibt es auf Hiddensee in den Orten Neuendorf, Vitte und Kloster, wobei letzteres das kulturelle Zentrum der Insel darstellt. Da selbst in der Hauptsaison die letzten Wassertaxen und Fähren bereits um 17 Uhr die Insel verlassen, ist es ratsam, zuerst Neuendorf anzufahren und von dort per Rad oder Pedes über Vitte nach Kloster zu gelangen.

Neuendorf im Süden gilt als das „stillste Dorf“ und steht vollständig unter Denkmalschutz. Seine Einwohner werden aufgrund seiner geografischen Lage als „Die Süder“ bezeichnet. Das schöne an Neuendorf ist, dass es sich seinen ursprünglichen Charakter auch im Laufe der Jahre bewahrt hat und maßgeblich durch die weißgetünchten Reetdachhäuser bestimmt ist. Obschon Neuendorf und Vitte gerade mal sechs Kilometer auseinander liegen, sprechen ihre Einwohner unterschiedliche Dialekte. Wer Einsamkeit, weitläufige Sandstrände und eine großartige Natur sucht, ist in Neuendorf genau richtig. Südlich von Neuendorf liegt der Gellen, die unter Naturschutz stehende Landzunge.

Die „Inselhauptstadt“ Vitte wurde 1513 das erste Mal urkundlich erwähnt und befindet sich zwischen Neuendorf und Kloster in der Mitte der Insel. Vitte ist heute mit rund 650 Einwohnern der größte Ort der Insel, in dem sich die Gemeindeverwaltung und das Rathaus befinden. Sein Name stammt von dem Wort „vit“, was soviel wie Fischverkaufsstellen bedeutet.

Seine wirtschaftliche Bedeutung für Hiddensee erlangt Vitte insbesondere als Hafen für die Lastenfähre zur Inselversorgung. Von hier werden die Güter mit Elektroschleppern, Fahrrädern und Pferdefuhrwerken verteilt. In Richtung Neuendorf erstreckt sich mit reetgedeckten Häusern und grünen Gärten das Süderende, während in Richtung Kloster das Norderende mit den typischen Fischerkaten verläuft.

Der Name Kloster geht auf das zuvor erwähnte Zisterzienserkloster aus der Zeit vom 13. bis 16. Jh. zurück. Hier sollen ungefähr zwölf Mönche sowie einige Laienbrüder gelebt haben. Gerade für die Entwicklung des Ackerbaus war der Orden von nachhaltiger Bedeutung. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aber aufgegeben und zerfiel im Laufe der Zeit, um im 30-jährigen Krieg vollends zerstört zu werden.

Seinen kulturellen Stellenwert verdankt Kloster vor allem dem Besuch zahlreicher Künstler auf Hiddensee. Die bekanntesten unter ihnen waren Gerhart Hauptmann und Gret Palucca, welche auch beide auf Hiddensee begraben sind, sowie Asta Nielsen und Henni Lehmann u.v.a.

Nicht weit vom Ort entfernt befindet sich der Leuchtturm Dornbusch im so genannten Hochland von Hiddensee.

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